Besucher spazieren an einem See im Botanischen Garten in München

Botanischer Garten

Münchens grünes Paradies

Geradezu märchenhaft ist die Blütenfülle im Botanischen Garten München. Besonders zur Rosenblüte ist der Duft, der den Garten durchzieht, betörend.

Der Botanische Garten im Überblick

- Allgemeine Information
- Die beeindruckenden Gewächshäuser
- Der wunderschöne Garten
- Geschichte des Botanischen Gartens
- Gut zu wissen

 

Allgemeine Information

Insektengesumm und Vogelgezwitscher erfüllen die Luft, Frösche und Kröten tummeln sich in den Teichen zwischen Seerosen und Wasserlilien. In den Gewächshäusern garantieren Palmen, Orchideen, Kakteen und bunte Schmetterlinge auch im Winter sommerliche Momente.

Durchwandert man das grüne Paradies, führt es quasi rund um die Welt. Der Botanische Garten umfasst über 21 Hektar und zeigt rund 14.000 verschiedene Pflanzenarten. Daher sollte man für einen Besuch ausreichend Zeit mitbringen.

 

Die beeindruckenden Gewächshäuser

Gleich hinter dem Haupteingang befinden sich auf der linken Seite die Gewächshäuser. Von drei großen hintereinander liegenden Hallen gehen seitlich kleinere Spezialhäuser ab. Im Kakteenhaus, der ersten großen Halle, beeindrucken vor allem die Kugel- und Säulenkakteen sowie die imposanten Agaven. In den seitlichen Häusern findet man unter anderen Orchideen. Geht man weiter in die zweite große Halle, dem Palmenhaus, findet man im höchsten und größten Glashaus die hochwachsenden Tropenpflanzen in einem tropischen Urwald. Auch hier gibt es zahlreiche kleinere Seitenhäuser, die man entdecken kann. Die letzte große Halle, das Afrika- und Madagaskarhaus, widmet sich vor allem den Wolfsmilchgewächsen, die den Kakteen ähneln. Von hier erreicht man das letzte Seitenhaus und betritt Mexiko mit seiner Pflanzenvielfalt.

Der wunderschöne Garten

Direkt gegenüber dem Eingang zu den Gewächshäusern liegt der Schmuckhof. Er ist von Trockenmauern umgeben und widmet sich den Zierpflanzen. Vom Schmuckhof geht es weiter zum farbenfrohen Frühlingsgarten, der im Frühjahr regelrecht explodiert und zu dieser Jahreszeit auf jeden Fall besucht werden sollte. In unmittelbarer Nachbarschaft ist der Hortus Conclusus. Die kleine Gartenanlage gewann auf der Chelsea-Flowershow die Goldmedaille und wurde 2003 im Botanischen Garten wieder aufgebaut. Gleich nebenan befindet sich das Alpinenhaus, das neben dem Alpinum und dem Alpengarten alpine Pflanzen beherbergt.

Parallel zum Frühlingsgarten gelegen, befasst sich die Ökologisch-genetische Abteilung mit Lebensformen, Pflanzengesellschaften, Samenverbreitung und vielem mehr. Dahinter befindet sich das Café in dem Gebäude mit den hohen Rundfenstern. Hier können Sie bei Kaffee und Kuchen eine Pause einlegen.

Hinter dem Café folgt man einfach dem unvergleichlichen Duft der Rosen im Rosengarten. Vom Rosengarten kommt man linkerhand in den Nutzpflanzengarten und der dahinter liegenden systematischen Abteilung, in der Pflanzenarten zu Pflanzenfamilien zusammengefasst sind. Geht man vom Rosengarten weiter geradeaus steht man im Rhododendronhain mit über 200 Rhododendronarten. Der Rhododendronhain geht in Richtung Westen in die schattige Farnschlucht über. Folgt man dem Bach, der die Farnschlucht durchzieht, erreicht man den großen Teich mit üppigen Wasser- und Sumpfpflanzen.

Direkt an den großen Teich grenzt das Alpinum an, das zu den artenreichsten Anlagen Deutschlands zählt. Auf dem Weg zurück zum Haupteingang sollte man im Arboretum (Baumgarten) die verschiedenen Laub- und Nadelhölzer bewundern. Sie können auch online auf Baumsuche gehen. Im Insektenpavillon erfährt man mehr über die Rolle von Bienen und Schmetterlingen.

Video: Botanischer Garten

Geschichte des Botanischen Gartens

Schon seit 1812 gibt es einen Botanischen Garten im München. Zunächst befand er sich zwischen Stachus und Hauptbahnhof. Heute trägt diese Parkanlage den Namen Alter Botanischer Garten. Bald wurde es in der Innenstadt jedoch zu eng. Der neue Botanische Garten wurde 1914 in Nymphenburg angelegt. Er ist heute auch ein bedeutender Studienort für Gärtner*innen und Wissenschaftler*innen.

 

Gut zu wissen

Regelmäßige Führungen, Vorträge und Ausstellungen bieten detailliertes und überraschendes Wissen rund um das Thema Pflanzen.

Tipp: Der Botanische Garten schmiegt sich an die Nordflanke des Nymphenburger Schlossparks und kann über einen versteckten Hintereingang auch direkt von dort aus betreten werden.

www.botmuc.de

Gut zu wissen: Mit der München Card ist der Eintritt hier ermäßigt, mit dem City Pass ist er kostenlos. Egal, welche Karte Sie wählen, der öffentliche Nahverkehr ist in jedem Fall frei.

 

Häufig gestellte Fragen zum Botanischen Garten

 

Der Botanische Garten zählt mit seiner Fläche von 21,2 Hektar und über 350.000 Besucher*innen zu den bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt.

Die aktuellen Eintrittspreisen finden Sie auf der folgenden Seite: https://botmuc.snsb.de.

Der Botanische Garten kann das ganze Jahr über besucht werden.

Die Ausstellung der tropischen Schmetterlinge findet jedes Jahr von Dezember bis März im Botanischen Garten statt.

Ja, es ist erlaubt, Hunde mit ins Freiland zu nehmen. Bitte lassen Sie diesen aber während Ihres Rundgangs im Freilandbereich an der Leine. In den Gewächshäusern sind Hunde nicht gestattet.

 

 

Fotos: Dominik Morbitzer, Frank Stolle
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